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An wen wende ich mich bei sprachlichen oder stimmlichen Problemen?

Beim Auftreten einer sprachlichen oder stimmlichen Auffälligkeit sollten Sie zuerst Kontakt zu einem Facharzt aufnehmen. Dies sind z.B. Kinderärzte, HNO-Ärzte, Phoniatern, Internisten, Neurologen, Kieferorthopäden, Zahnärzte oder auch der Hausarzt. Hier bekommen Sie, falls der Arzt/die Ärztin eine Behandlung für erforderlich halten, eine ärztliche Verordnung zur logopädischen Behandlung. Mit dieser Verordnung (Rezept) kommen Sie in die logopädische Praxis.

Wie sieht die Arbeit einer Logopädin aus und für wen ist Sie gedacht?

Wir untersuchen und behandeln Menschen jeden Alters mit Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- und Hörstörungen, die organisch oder funktionell verursacht werden. Ziel der logopädischen Arbeit ist die Wiederherstellung, Verbesserung oder auch der Erhalt der sprachlichen, stimmlichen und kommunikativen Fähigkeiten sowie des Schluckvorganges. Hierbei stellt die Zusammenarbeit mit den Patienten selbst und deren Familien (Eltern, Angehörige) eine wichtige Grundlage dar. Zusätzlich findet ein ständiger Austausch mit den behandelnden Ärzten und Fachärzten und auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten (z.B. Physio-, Ergotherapeuten) oder auch Erziehern/-innen oder Lehrern/-innen statt.

Was passiert bei einer logopädischen Behandlung?

Zu Beginn der Behandlung wird im Rahmen der Diagnostik ein ausführliches Anamnesegespräch geführt und ein Befund erstellt, um die Therapie individuell auf Sie abzustimmen. In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung in Einzeltherapien, deren Sitzung in der Regel 45 Minuten dauert. In Einzelfällen kann der Arzt auch Hausbesuche (z.B. nach Schlaganfällen) verordnen und die Therapie findet dann zu Hause statt.

Warum gehört das Schlucken mit zum Arbeitsbereich dazu?

Nahrungsaufnahme und Schlucken gehören zu den lebenserhaltenden Fähigkeiten eines Menschen. Da beim Schluckvorgang ähnliche Muskelgruppen wie beim Sprechen beteiligt sind, können auch Übungen im Bereich des Schluckens Inhalt einer logopädischen Behandlung sein.

Was unterscheidet die Therapie von Kindern und Erwachsenen?

Kindertherapien verlaufen eher spielerisch, häufig eingebettet in ein grob- und feinmotorisches Bewegungsangebot. Dies ist besonders bei kleineren Kindern wichtig, um den kindlichen Bedürfnissen gerecht zu werden und somit die Aufmerksamkeit zu erhalten. Die Eltern werden in den therapeutischen Prozess mit einbezogen und für zu Hause beraten. Wichtige Voraussetzung für das Gelingen ist ein vertrauensvoller Kontakt zwischen Therapeutin, Kind und Eltern. Je nach Bedarf erhält das Kind eine Hausaufgabe, die es bis zur nächsten Therapiestunde erledigen soll.

Warum sollte zusätzlich zu einer Kieferorthopädischen Behandlung eine logopädische Behandlung stattfinden?

Wenn z.B. Kinder eine Zahnspange bekommen ist auch oftmals die Muskulatur im orofazialen Bereich (Mund-/Gesichtsbereich) nicht stark genug ausgeprägt, auch die Zunge kann zu „schlapp" sein oder ungünstige Bewegungen beim Schlucken ausführen. Hier finden gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur und zur Verbesserung der Koordination statt, welche einen positiven Einfluss auf die kieferorthopädische Behandlung darstellen.

Wer übernimmt die Kosten für eine logopädische Behandlung?

Eine logopädische Therapie ist als Heilmittel Bestandteil der medizinischen Grundversorgung. Die Kosten werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Bei Erwachsenen(ab 18 Jahre) ist zusätzlich zur Rezeptgebühr (10 Euro) ein Eigenanteil pro Verordnung (Rezept) zu entrichten. Detaillierte Informationen darüber erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.